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Wo sind unsere Störche?

Sag mir wo die Störche sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Störche sind,
was ist geschehn?
Sag mir wo die Störche sind,
Lebensräume vergehn geschwind,
wenn sie in der Biosphäre sind.
Wann wird man je verstehn?
Ach, wird man je verstehn?

 frei nach Nana Mouskouri

Storchennest früher

Storchennest früher

Störche früher

Spielplatz am Dorfeingang

heute ohne Storch

Der am Dorfplatz auf dem Masten nistende Weißstorch war für uns Dechower das Symbol unserer noch intakten Umwelt. Weithin waren unsere Störche mit ihrem zuverlässigen Bruterfolg von zwei bis drei flügge werdenden Jungvögeln pro Jahr bekannt. Gelegentlich fuhren auch Reiseunternehmen mit ihren Gästen im Frühsommer den Dechower Dorfplatz nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze an.  Und mit etwas Glück konnten sie die Störche mit ihren Jungen im Nest, auf dem Nestrand hockend, beim Füttern, erstem Flügelschlagen und Flugversuchen beobachten. Seit drei Jahren ist das Nest leer und der Weißstorch von unseren Wiesen verschwunden. Wie auch die Kiebitze und der überwiegende Teil, der in den Wiesen brütenden Wildgänse. Ihr Lebensraum wurde durch die vom Biosphärenreservat Schaalsee angeordneten und durchgeführten Maßnahmen der extensiven Weidebewirtschaftung und umfangreichen Vernässung inzwischen systematisch zerstört. Doch: Der zerstörte Lebensraum von Storch, Kiebitz und Co. ist am Ende auch derjenige der Menschen – unser Lebensraum !!!

2 Kommentare zu “Wo sind unsere Störche?”

  1. WHam 08.02.2012 um 12:16

    Dazu gibt es auch in unserer Gegend Beispiele genug, die zwar nicht alleinige Ursache sind, jedoch mit dazu beitragen, den Lebensraum für den Storch erheblich zu verschlechtern und einzuschränken. – Die Boissower Wiesen am Schaalsee waren früher auch Lebensgrundlage für den Storch. Heute sind sie “Unland”, verkommene Bauernwiesen des vorigen Jahrhunderts, größtenteils jetzt in Besitz des Zweckverbandes Schaalseelandschaft! Nur hohe Brennesseln und Brommbeersträucher!

  2. E.A.am 22.02.2012 um 19:58

    Minister Backhaus: Nahrungsräume für Weißstörche verbessern – so lautet eine Pressemeldung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz vom 3. Februar 2012.

    Zu dem Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ein „Landesstorchenschutzkonzept“ zu entwickeln, sagte Minister Dr. Till Backhaus am 3. Februar d.J. im Schweriner Landtag:

    “Der Schutz des Weißstorches ist – wie auch der Schutz der Biologischen Vielfalt im Allgemeinen – ein wichtiges Anliegen des Umwelt- und Landwirtschaftsressorts sowie der Landesregierung”.
    Derzeit wird ein Handlungsleitfaden für die nächsten zehn Jahre erarbeitet, der Maßnahmen für die Erhaltung und Wiederherstellung der Nahrungsräume des Weißstorchs benennen soll.

    Bei dieser Gelegenheit muss man wissen, dass die Weißstörche im Biosphärenreservat Schaalsee in der Region um den Röggeliner See durch Missmanagement der Biosphärenreservatsverwaltung, die ja zum Aufgabenbereich des Minister Dr. Backhaus gehört, vertrieben wurden. Jetzt soll mit großen Plänen und vielen Fördergeldern der Weißstorch hier wieder heimisch gemacht werden. Wenn man bedenkt, dass mit Hilfe von Steuergeldern dem Storch die Nahrungsgrundlage systematisch entzogen wurde und jetzt mit Hilfe von Steuergeldern ein Storchenprogramm aufgelegt wird, dann ist der aufmerksame, mitdenkende und in der Vergangenheit auch mahnende Bürger entsetzt über so viel Unverstand in der Vergangenheit und den sorglosen Umgang mit unserem (Steuer-)Geld.

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